Spielort Moskau: Spartak-Stadion

Share Button

Für die Fußball-WM 2018 in Russland werden die meisten Stadien neu gebaut. Dazu gehört auch das Spartak-Stadion. Es ist neben dem Olympiastadion Luschniki die zweite Arena in der Hauptstadt Moskau, in der Spiel der WM 2018 stattfinden werden.

Mit dem Bau des auch Otkrytije Arena genannten Stadions erhält der russische Rekordmeister Spartak Moskau nach fast 100 Jahren – der Verein wurde 1922 gegründet – endlich ein eigenes Stadion. Bislang musste Spartak seine Spiele immer auf fremden Plätzen austragen. Seit 1956 spielte man im Olympiastadion Luschniki (dem anderen WM-Stadion in Moskau), das jedoch Heimstadion von Torpedo Msokau ist.

Spartaks Problem während der Sowjetzeit war es, dass der Verein von keinem Ministerium oder einem Teil der Partei bevorzugt wurde. Die Zeiten sind ja bekanntlich Geschichte.

Und so musste es 1994 werden, bevor man sich erste Gedanken über ein eigenes Stadion für Spartak Moskau machte – bis etwas Konkretes daraus wurde, floss noch viel Wasser die Moskwa herunter.

Stadion-Planung mit Hindernissen

Nachdem man sich darauf geeinigt hatte, eine reine Fußball-Arena zu errichten, wollte man erst ein Stadion mit 65.000 Plätzen bauen. Der Plan wurde dann auf 52.000 Plätze eingedampft. Da Spartak jedoch die jährlich geforderte Pacht von 30 Millionen US-Dollar nicht hätte zahlen können, war auch dieser Plan wieder hinfällig.

Schließlich wurde 2006 ein bezahlbares Grundstück gefunden. Die Weltwirtschaftskrise verzögerte die für 2009 angedachte Fertigstellung der Spartak-Arena erst auf 2012, dann noch einmal auf 2014.

Spartak verkauft Namensrechte

Einen kleinen Rundgang durch das neueröffnete Stadion bietet das folgende Video:

Am 5. September 2014 war es dann endlich soweit, die als Spielstätte für die Fußball-WM vorgesehene Arena wurde eröffnet. Spartak Moskau spielte vor fast 38.000 Zuschauern (die Arena fastt 42.000) gegen Roter Stern Belgrad, das Spiel endetet 1:1 unentschieden.

Offiziell heißt die Arena nun auch nicht mehr Spartak-Arena, den der Verein konnte 2014 einen lukrativen Deal mit einer Bank abschließen. Und so trägt das WM-Stadion nun deren Namen und heißt für sechs Jahre Otkrytije-Arena. Dafür kassiert der Verein laut Medienberichten immerhin die stolze Summe von 30 Millionen US-Dollar. 

Literatur-Tipps

Viele werden nun auch über eine Reise zur WM 2018 nachdenken. Schließlich ist Russland deutlich schneller zu erreichen als etwa die WM in Brasilien 2014.

Reiselustige findet hier einen aktuellen Reiseführer für Moskau, der auch als Kindle-Edition für den E-Book-Reader erhältlich ist. Die deutlich andere Lebensgewohnheiten in Russland lernt man im Fettnäpfchenführer kennen. 

In “Russki extrem” beschreibt der langjährige Moskau-Korrespondent Boris Reitschuster auf sehr amüsante Art und Weise, wie er lernte, Moskau zu lieben und endlich kein deutsches Weichei mehr zu sein.

Weitere Stadien der Fußball-WM 2018:

Share Button