Spielort Sankt Petersburg: Gazprom-Arena

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Dass auch St. Petersburg als Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft dabei sein würde, war eigentlich klar. An der zweitgrößten Stadt Russlands führte kein Weg vorbei. Das künftige WM-Stadion ist eine der acht neuen Arenen, die für die Fußball-WM 2018 errichtet werden.

Das folgende Video zeigt die zwölf Stadien, in denen die Endrunde der WM stattfinden wird, darunter auch die noch im Bau befindliche Gazprom-Arena in St. Petersburg. 

Seit 2007 wird an der Arena in der ehemaligen Zarenstadt gebaut, 2017 soll sie dann endlich, pünktlich zum Start der WM 2018, fertig sein. Fast 62.000 Zuschauer werden dann in der Gazprom-Arena Platz finden.

Bis 2006 stand an der Stelle, an der nun die neue Arena entsteht, das Kirow-Stadion. Es war ein kombiniertes Fußball- und Leichtathletikstadion, das 72.000 Zuschauer fasste. Von 1950 bis 1992 trug der Fußballverein Zenit Sankt Petersburg hier seine Heimspiele aus.

1993 zog das Team dann in das bereits 1925 erbaute Petrowski-Stadion, das jedoch nur knapp über 21.000 Zuschauern Platz bietet. Wahrlich keine Spielstätte für einen Verein, der in der Champions League mitspielt. 

Bau des WM-Stadions mit Problemen

Daher waren die Hoffnungen groß, dass mit dem Neubau der Gazprom-Arena endlich ein adäquates Stadion entsteht. 2004 dann genehmigte der Stadtrat von Sankt Petersburg den Stadionneubau. Nachdem sich 2006 eine Jury für den Entwurf des japanischen Architekten Kisho Kirokawa entscheiden hatte, begannen 2007 die Bauarbeiten. 

Aber wie das nun mal so ist bei so großen Bauvorhaben, die für 2010 geplante Fertigstellung konnte nicht eingehalten werden. Grund waren zum einen Probleme mit dem Baugrund und vor allem die explodierenden Baukosten. Die näherten sich langsam aber sicher der Milliarden-Euro-Grenze. 

Und so verzögerte sich das Projekt Gazprom-Arena immer weiter. 2017 soll es nun aber soweit sein. Auf der Homepage von Zenit Sankt Petersburg kann man sich anhand von Fotos und zwei Webcams über den aktuellen Fortschritt der Bauarbeiten informieren.

Im Juni 2017 sollten die Bauarbeiter aber wirklich fertig sein, denn dann beginnt mit dem Fifa-Konföderationen-Cup das seit einigen Jahren übliche Vorgeplänkel einer Fußball-WM. Seit 2001 vergibt die Fifa den Cup quasi als Generalprobe an das Land, in dem im darauffolgenden Jahr die Fußball-Weltmeisterschaft stattfindet.

Neben der Gazprom-Arena stehen noch das Olympiastadion Luschniki in Moskau, die Kasan-Arena in Kasan und das Olympiastadion Sotchi in der Stadt am Schwarzen Meer als Spielorte fest.

Bürger entscheiden sich für Gazprom-Arena

Bis 2009 hatte das neue Stadion noch keinen Namen. Und so wurden die Bürger von Sankt Petersburg dazu aufgerufen, Namensvorschläge zu machen.

Das Ergebnis lautete, wie man sich denken kann: Gazprom-Arena. Auch ein bekannter Sportjournalist der Stadt unterstützte den Vorschlag und lieferte dafür eine einleuchtende Begründung: “Der Name kann als eine Art Garantie dafür angesehen werden, dass Gazprom weiter Zenit unterstützen und in den russischen Fußball investieren wird.”

Nach dem Fifa Confederations Cup 2017 und der Fußball-WM 2018 steht für die Gazprom-Arena schon das nächste große Event auf dem Terminplan: Drei Gruppenspiele und ein Viertelfinale der in verschiedenen europäischen Metropolen stattfindenden Fußball-Europameisterschaft 2020 finden dort statt.

Literatur-Tipps

Sankt Petersburg hat eine Menge mehr zu bieten, als nur die Gazprom-Arena. Wer der Stadt zu WM 2018 einen Besuch abstatten möchte, findet hier einen guten Reiseführer aus dem Verlag Michael Müller.

Auch nicht verschwiegen werden soll der etwas andere Reiseführer für Russland, “Russki extrem”. Der langjährige Moskau-Korrespondent Boris Reitschuster beschreibt darin sehr amüsant, wie er es schaffte, kein deutsches Weichei mehr zu sein.

Weitere Stadien der Fußball-WM 2018:

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